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B – Vom Song zum Roman

Der Ursprung im Song

Am Anfang von „Zurück in Vinland“ stand kein Roman, sondern ein Song. In diesem Lied entstand erstmals die Geschichte, aus der sich später das gesamte Projekt entwickeln sollte.

Obwohl bereits der Titel „Zurück in Vinland“ auf eine Rückkehr hindeutet, lässt der Songtext offen, ob der darin beschriebene Mann schon einmal dort gewesen ist. Lediglich eine Zeile deutet an, dass in seinem Blick etwas lag, als würde er sich erinnern.

Während der Arbeit an der Musik entstand der Gedanke, dass die im Song angelegte Geschichte genügend Raum für einen ganzen Roman bieten könnte. Aus einer zunächst musikalischen Idee entwickelte sich damit die Vorstellung einer größeren Erzählung.

Je intensiver ich mich mit diesem Gedanken beschäftigte, desto deutlicher wurde, dass die Geschichte hervorragend zur Romanfigur Johannan passte. Seine außergewöhnliche Lebensgeschichte gab der im Song nur angedeuteten Erinnerung eine konkrete Bedeutung: Für Johannan wurde die Reise nach Vinland tatsächlich zu einer Rückkehr.

Der erste Teil des ursprünglichen Songs wurde nahezu wortwörtlich zum Beginn des Romans. Auch am Ende der Geschichte kehrt der Roman wieder zu diesem Lied zurück. Dadurch entstand eine erzählerische Klammer: Der Song bildet den Ausgangspunkt und zugleich den Abschluss der Romanhandlung.

Zwischen diesen beiden Teilen musste die eigentliche Geschichte erst entstehen. Aus wenigen Bildern und Andeutungen des Songs entwickelte sich nach und nach ein Roman mit eigenen Figuren, Begegnungen, Konflikten und Lebenswelten.

So wurde aus einem einzelnen Lied die Grundlage für „Zurück in Vinland“.

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Die Welt des Romans entsteht

Mit der Entscheidung, aus dem Song einen Roman zu entwickeln, begann die eigentliche Arbeit an der Welt von „Zurück in Vinland“.

Die Geschichte sollte nicht nur von der Ankunft einer Gruppe Wikinger erzählen. Im Mittelpunkt sollten ebenso die Menschen stehen, die bereits seit vielen Generationen in Nordamerika lebten. Ihr Alltag, ihre Familien, ihre Gemeinschaften und ihre Beziehung zu ihrer Umwelt sollten einen eigenen Raum erhalten.

Damit begann eine intensive Auseinandersetzung mit der historischen Welt Nordamerikas um das Jahr 1000. Viele Themen mussten recherchiert, verglichen und immer wieder überprüft werden. Dabei ging es nicht nur um die bekannten Wikingerfahrten nach Vinland, sondern auch um die Lebensbedingungen der Menschen, die zu dieser Zeit in den nördlichen Regionen Nordamerikas lebten.

Tiere, Pflanzen, Klima, Landschaft, Ernährung, Kleidung, Werkzeuge, Boote und Siedlungsformen mussten ebenso berücksichtigt werden wie Wege, Entfernungen und jahreszeitliche Veränderungen. Jede neue Information konnte Auswirkungen auf die Handlung haben. Manche ursprüngliche Vorstellung ließ sich bestätigen, andere mussten verändert oder vollständig neu gedacht werden.

Gleichzeitig entwickelten sich die Figuren weiter. Aus ersten Ideen entstanden Menschen mit eigenen Persönlichkeiten, Beziehungen und Erfahrungen. Ihre Handlungen sollten nicht nur dem Fortgang der Geschichte dienen, sondern aus ihrer jeweiligen Lebenssituation heraus verständlich werden.

Auch die Begegnung zwischen den Menschen aus Vinland und den angekommenen Wikingern sollte nicht auf eine einfache Gegenüberstellung reduziert werden. Beide Gruppen sollten als Menschen mit eigenen Erfahrungen, Erwartungen und Unsicherheiten sichtbar werden.

Auf diese Weise entstand die Romanwelt nicht in einem einzigen Entwurf. Sie entwickelte sich während der Recherche und während des Schreibens immer weiter. Neue Erkenntnisse führten zu neuen Szenen, neue Figuren veränderten den Verlauf der Handlung, und aus einzelnen Einfällen entstand nach und nach eine zusammenhängende Welt.

So wuchs aus der ursprünglichen Idee des Songs die Welt von „Zurück in Vinland“.

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Der Schreibprozess

Die Arbeit am Roman entwickelte sich Schritt für Schritt. Viele Szenen entstanden nicht nach einem festgelegten Plan, sondern während des Schreibens.

Dabei wurde jede Szene mehrfach überprüft und bei Bedarf überarbeitet. Im Mittelpunkt standen zwei Ziele: eine spannende und in sich stimmige Geschichte zu erzählen und die historische Welt so glaubwürdig wie möglich darzustellen.

Die Recherche und das Schreiben verliefen deshalb nicht getrennt voneinander. Neue Erkenntnisse führten immer wieder dazu, einzelne Abläufe zu verändern. Manchmal betraf dies nur ein kleines Detail, manchmal musste eine ganze Szene neu aufgebaut werden.

Besonderes Augenmerk galt den Figuren. Ihre Gespräche sollten natürlich wirken und zu ihrer jeweiligen Persönlichkeit passen. Die Dialoge durften nicht lediglich Informationen vermitteln. Sie sollten zeigen, wie die Figuren denken, wie sie miteinander umgehen und welche Beziehungen zwischen ihnen bestehen.

Auch die Erzählperspektive wurde immer wieder überprüft. Die Geschichte sollte nah an den Figuren bleiben, ohne ihre Gedanken und Gefühle ständig zu erklären. Viele Wirkungen sollten aus den Handlungen, Beobachtungen und Gesprächen entstehen.

Eine wichtige Rolle spielte dabei die Landschaft.

Die Landschaft Nordamerikas sollte im Roman nicht nur als Kulisse erscheinen. Sie war der Lebensraum der Menschen und damit ein untrennbarer Teil ihrer Geschichte. Wälder, Flüsse, Seen, Küsten, Berge, Tiere und wechselnde Wetterbedingungen bestimmten ihre Wege, ihre Ernährung, ihre Begegnungen und ihren Alltag.

Deshalb musste die Landschaft im Roman einen eigenen erzählerischen Raum erhalten.

Aus dieser Überlegung entstand die Reise zum großen Treffen der verschiedenen Gemeinschaften. Dieses Kapitel wurde nicht allein deshalb in den Roman aufgenommen, weil die Handlung einen weiteren Weg oder ein zusätzliches Ereignis benötigte. Die Reise eröffnete die Möglichkeit, den Lebensraum der Menschen sichtbar zu machen.

Während dieser Reise konnten unterschiedliche Landschaften erlebt werden. Die Figuren bewegten sich durch eine Welt, die ihnen vertraut war und ihr Leben prägte. Die Natur wurde dadurch nicht von außen beschrieben. Sie wurde aus der Bewegung der Menschen durch ihren eigenen Lebensraum heraus sichtbar.

Das Ziel bestand nicht darin, Landschaft um ihrer selbst willen zu schildern. Die Landschaft sollte auch nicht als bloße Ausschmückung zwischen einzelnen Handlungsszenen erscheinen. Sie gehörte zur Lebenswirklichkeit der Figuren.

Das Kapitel mit der Reise und dem großen Treffen entstand damit aus einer bewussten Entscheidung während des Schreibprozesses. Für den Abschluss des mittleren Teils des Romans wurde ein Raum geschaffen, in dem die Weite und Vielfalt Nordamerikas ebenso sichtbar werden konnten wie die Beziehungen zwischen den verschiedenen Gemeinschaften.

Gerade solche Entscheidungen prägten die Entstehung des Romans. Manche Kapitel entwickelten sich aus einer Handlungsidee, andere aus einer Figur oder einer Begegnung. Die Reise entstand aus dem Wunsch, die Welt, in der diese Menschen lebten, vollständiger zu erzählen.

So wurde „Zurück in Vinland“ in einem fortlaufenden Prozess entwickelt, in dem historische Recherche, Figurenentwicklung und erzählerische Gestaltung eng miteinander verbunden waren.

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Vom Roman zum Gesamtprojekt

Während der Arbeit am Roman entstand der Wunsch, die Welt von „Zurück in Vinland“ über die eigentliche Geschichte hinaus zu erweitern.

Der Ausgangspunkt des Projekts war zwar ein Song gewesen, doch inzwischen hatte sich daraus eine umfangreiche Romanwelt entwickelt. Viele Gedanken, historische Hintergründe und Zusammenhänge konnten innerhalb der eigentlichen Handlung nur angedeutet werden. Der Roman sollte eine Geschichte erzählen und kein historisches Fachbuch werden.

Gleichzeitig entstand aus dem Roman neue Musik. Während der ursprüngliche Song am Anfang des gesamten Projekts stand, entwickelte sich das spätere Album aus den Figuren, Stimmungen und Erlebnissen des Romans.

Die Musik erzählt den Roman nicht einfach noch einmal. Sie greift einzelne Situationen, Gefühle und Entwicklungen auf und überträgt sie in eine andere Ausdrucksform. Dadurch entstand ein Album, das mit dem Roman verbunden ist, aber auch für sich selbst stehen kann.

Als dritter Bestandteil kam die Webseite hinzu.

Sie bietet den Raum für Inhalte, die im Roman selbst keinen Platz finden. Dazu gehören historische Hintergründe zu den Wikingerfahrten nach Vinland, Informationen über die Menschen und Landschaften Nordamerikas sowie Einblicke in die Entstehung der Geschichte.

Die Webseite erweitert damit die Welt des Romans, ohne dessen Handlung einfach nachzuerzählen. Sie ermöglicht es, einzelne Themen genauer zu betrachten und die Hintergründe des Projekts kennenzulernen.

So entwickelte sich aus dem ursprünglichen Song ein Gesamtprojekt aus drei miteinander verbundenen Bestandteilen:

dem Roman, dem Musikalbum und der begleitenden Webseite.

Jeder dieser Bestandteile besitzt seine eigene Form und kann unabhängig von den anderen erlebt werden. Der Roman erzählt die Geschichte. Das Album greift ihre Stimmungen und Gedanken musikalisch auf. Die Webseite öffnet den Blick auf die historischen Hintergründe und die Entstehung des Projekts.

Gemeinsam bilden sie die Welt von „Zurück in Vinland“.

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